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Das Kriegerdenkmal

Veröffentlicht von voe.assnet am 29/04/2011
Posted in: An-sich(ts)-Sache. Tagged: blickwinkel, kriegsbilder. Hinterlasse einen Kommentar

Die Meinungen über die zahlreichen Kriegerdenkmäler in unseren Städten und Gemeinden sind vielfältig und ambivalent – und das wohl zurecht.

An wen wird hier gedacht, an was soll erinnert werden – und findet hier nicht eine Verherrlichung des Krieges statt, trotz Allem? Zumindest regen diese Gedenkstätten (hoffentlich) zum Nachdenken an. Bei einem Spaziergang hatte ich quasi einen Fingerzeig, einen Lichteinfall durch die Dachöffnung, wie der Lichtkegel eines Schweinwerfers. Vielleicht haben es ja doch einige nach “da oben” geschafft und wollen uns jetzt sagen: “Wir waren nicht alle so, es gab auch einige, die wirklich geglaubt haben, es ginge um unser Land.” Wie auch immer, vergessen wir die Ressentiments, es waren letztendlich Menschen, die für eine zweifelhafte und sinnlose Sache gestorben sind – lassen wir sie ruhen, ob in Gedenken oder nicht, das soll jeder mit sich selbst ausmachen … Eine Mahnung sind diese Denkmäler allemal!

[P1010399] Kriegerdenkmal CL-Z

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Malerei in Schiefer

Veröffentlicht von voe.assnet am 25/03/2011
Posted in: Strukturen. Tagged: Black+White, Schatten. Hinterlasse einen Kommentar

. . . das Auge wird nicht müde, der Blick wandert hin und her, wieder zurück, verharrt . . . Eine unheimliche Vielfalt – kein Stück ist wie das andere, jeder Zentimeter eine neue Entdeckung – Höhlenmalerei, Mondlandschaft, fließendes Wasser . . . Nur Material und Licht.

[P1010393] Schiefer [P1010395] Schiefer [P1010391] Schiefer

Wir haben ein neues Album ›› Structures . . .  auf Flickr angelegt.

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Laa an der Thaya

Veröffentlicht von voe.assnet am 23/03/2011
Posted in: Gebäude. Tagged: architektur, Interieur. Hinterlasse einen Kommentar

Wer oder was ist “Laa”? Es gibt wohl wenige, die wissen, dass dies ein kleiner, verschlafener Ort in Österreich direkt an der tschechischen Grenze ist. Das heißt aber nicht, dass es hier nichts zu entdecken gäbe. Anlässlich eines Workshops hatte ich Gelegenheit, den Ort zu erkunden; zwei Dinge sind aus meiner Sicht erwähnenswert: der Ort “atmet” Tradition – es gibt sogar einen Schillerpark mit dem unumgänglichen Schillerdenkmal – und ist eingebettet in eine wunderschöne Landschaft, und, da ist die “Therme Laa”, das Wellness- und Tagungshotel.

Laa an der Thaya [P1010058] SchillerdenkmalLaa an der Thaya [P1010056]

Die ››Therme Laa‹‹ ist ein Hotel zum Wohlfühlen, obwohl ich das “Wellness”-Angebot nicht ausprobiert habe – für mich war es das Gebäude, die Ausstattung. Ich mag klare Formen, Linien und Strukturen, gedeckte Farben, minimalistisch und mit dem richtigen Lichter-Spiel. Das Konzept ist bei der Therme klar und vor allen Dingen konsequent – was nicht unbedingt der Regelfall ist – umgesetzt; die Materialien und Farben finden sich in sämtlichen Räumen wieder, bis hin zur Fassade, die Lichtkonzeption ist unauffällig, aber durchdacht.

Therme Laa [P1010055]

  • Die Aufnahmen des Ortes sind auf Flickr im Album ››Dies+Das ‹‹ abgelegt, tagged [Laa01]
    Link zu “Laa01” auf ›› Flickriver . . .
  • Die Bilder der Innenausstattung sind im Album ››Interieur‹‹ auf Flickr abgelegt, tagged [Laa02]
    Link zu “Laa02” auf ›› Flickriver . . .

Empfangshalle Therme Laa [P1010072] Rezeption Therme Laa [P1010062] Therme Laa [P1010073]

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Hinter Gittern

Veröffentlicht von voe.assnet am 21/03/2011
Posted in: An-sich(ts)-Sache. Tagged: Black+White, blickwinkel. Hinterlasse einen Kommentar

[P1010389]

Ich habe mich nicht eingemauert, aber distanziert. Es ist mehr eine ››Vergitterung‹‹, etwas, das den Blick nicht verwehrt, aber eine Durchdringung verhindert. Es gestattet mir den Ausblick, die überhöhte Sicht einer Dachterrasse auf die Welt um mich herum – wobei nur dies eine Sinnesorgan zulässig ist, weil es Gedanken erzeugt. Die Geräusche kann ich nicht verhindern, auch nicht ausblenden – sie stören; dazu müsste ich mich einmauern.

Versuche in Schwarz-Weiss

Veröffentlicht von voe.assnet am 13/03/2011
Posted in: Licht.Bild.Werk. Tagged: Black+White. Hinterlasse einen Kommentar

[P1010245] [P1010246] Irgendwo habe ich einmal gelesen “Ein gutes Foto braucht keine Farbe”. Ich habe es dann einige Male versucht. Mein persönliches Fazit: Meine Bilder waren wohl nicht gut genug! Andererseits . . . ist das ein Grund, aufzugeben?

Neuerdings sieht man wieder häufiger Schwarz-Weiß Fotos in diversen Blogs und auf den einschlägigen Plattformen im Netz – und einige davon sind richtig gut; so habe ich  z. B. bereits in einem früheren Beitrag auf die b+w Fotos von ›› pinkmonty hingewiesen. Ich will es noch einmal versuchen – also habe ich eine meiner Kameras auf Schwarz-Weiß umgestellt, meine alten Archive wieder ausgegraben.

In Schwarz-Weiß zu fotografieren ist eine ganz andere Welt, es ist, als würde man das Fotografieren neu lernen (müssen). Es fängt bereits bei der Motivauswahl an, nicht jedes Motiv erscheint unbedingt geeignet. Noch wichtiger jedoch ist die Vorbereitung, der richtige Standpunkt, der Blickwinkel und natürlich eine sorgfältige Planung der Belichtung und auch der Brennweite. Ein Schwarz-Weiß Foto lebt ausschließlich von der Lichtwirkung, dem Kontrast und den Schattierungen – anders als bei Farbfotos, wo Farbwirkungen und -betonungen vieles kaschieren können. Diesen “Hell-Dunkel” Blick benötigt man sowohl beim Fotografieren als auch bei der Bildbearbeitung – ich habe es bisher noch nicht erreicht, eines meiner Bilder ohne nachträgliche Bearbeitung als rundherum gelungen bezeichnen zu können.
Als Faustregel für mich habe ich festgelegt: Beginnen mit Kontrast und Helligkeit, wobei der Kontrast verstärkt angehoben wird. Danach Feinjustierung mit Lichterzeichnung und den Mitteltönen – und immer mal wieder Nachjustierung bei Kontrast und Helligkeit – und das Alles vorsichtig und in kleinen Schritten, da eine zu kräftige Justierung die vorherige Arbeit schnell wieder ins Gegenteil umkehren kann. Besonders vorsichtig bin ich mit dem Nachschärfen, da sonst das ungeliebte Bildrauschen sehr schnell in die Bilder projiziert werden kann. Ansonsten gilt . . . schauen, üben und dazulernen!

Einige meiner Anfangsversuche habe ich auf ›› Flickr in das Album “Black+White” eingestellt.

Herbst-Ausblick #1 [P1010253]

Herbst-Ausblick #2 [P1010254]

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Lichtbildner: Jean-Claude Wiedl

Veröffentlicht von voe.assnet am 10/03/2011
Posted in: Empfehlung, Licht.Bild.Werk. Tagged: gestaltung, lichtbildner. Hinterlasse einen Kommentar

In der September ‘94 Ausgabe von “imaging” wurden in der Coverstory Werke von Jean-Claude Wiedl unter dem Titel ››Gedächtnis-Tumulte‹‹ gezeigt, die mich sofort fasziniert hatten. Jetzt habe ich wieder einmal meine alten Archive durchgeblättert und bin erneut auf diese “Passagen” und “Raumbilder”, wie Wiedl sie nennt, gestoßen – die Faszination war noch immer da, so dass ich herausfinden wollte, was dieser “Künstler-Philosoph” heute macht, wie sich seine Arbeit entwickelt hat.

Jean-Claude Wiedl wurde 1949 in Clermont-Ferrand geboren, studierte Graphik und Malerei an der Fachhochschule Mainz, sowie Philosophie und Kunstgeschichte in Bochum, Mainz und Frankfurt. Seit 1973 lebt und arbeitet Wiedl in Wiesbaden. In seiner Tätigkeit konzentriert er sich seit 1989 auf digitale Arbeitsmittel sowie Consulting für digitale Gestaltung und graphische Produktion und die Durchführung von Seminaren zur computergestützten Gestaltung. (Quelle: ›› Videor Art Foundation)

image: Videor Art Foundation

image: Zeitschrift "imaging", Sept.94; Seite 26

In der o. a. Coverstory – aus der auch das zweite Bild links stammt – macht Wiedl eine interessante Aussage über den Sinn seiner Bilder: “Oft sitze ich wochenlang über einer Stelle und tausche ein Teilbild immer wieder aus, suche nach anderen Zeitungsausschnitten, Abbildungen oder krame in meinem Bildarchiv. Es muss unmöglich werden, über einen Sinn ins Bild einzusteigen.” Das hört sich verwirrend und befremdlich an – steht doch der Beschauer immer vor Bildern und versucht, den Sinn zu sehen, herauszufinden, “was der Künstler sich dabei gedacht hat”. Das dies bei Wiedl anders ist, liegt an seiner beruflichen Entwicklung, denn fast wäre der Künstler (Berufs-)Philosoph geworden. Er hörte Adorno als Gasthörer und befasste sich mit Focault, Becket, Döblin … bis hin zu Marcel Duchamp, den Dadaisten, Warhol und Rauschenberg. In diesen unterschiedlichen Ideenwelten findet sich der Grundstein für seine künstlerische Entwicklung: Die Infragestellung (und teils Ablehnung) dessen, was wir Wirklichkeit nennen. Um sich die Bilder von Wiedl zu erschließen, muss man sich selbst einbringen, wie er sagt.

Einen Schub bekam seine Arbeit mit der Digitalisierung, dem Einsatz von Photoshop. Hatte er davor noch mühsam die einzelnen Collagen zusammengeklebt, danach fotografiert und auf Leinwand projiziert, eröffneten sich nun ganz andere Möglichkeiten. Wiedl: “Mit meinen Eingriffen fange ich da an, wo Photoshop aufhört”. Ich fühle, also bin ich. Soviel Wirklichkeit muss sein.

Für alle Interessierten, die mehr über Jean-Claude Wiedl erfahren möchten, habe ich ein paar Links zusammengestellt:

Verweise, Links und Quellenangaben:

  • Die Zitate stammen aus der Zeitschrift ››imaging‹‹ aus dem September 1994. Ob diese Zeitschrift noch existiert bzw. eine Seite im Internet hat, konnte ich nicht herausfinden.
  • auf Videor Art Foundation (Bildquelle Bild 1)
    - Künstlerporträt: http://www.videor-art-foundation.com/_de/kuenstler/wiedl.html
    - Bilder: http://www.videor-art-foundation.com/_de/ausstellungen/1998_wiedl.html
  • Werkkatalog 1976 – 2011: http://web.mac.com/jc.wiedl/Passagen-Bilder/Home.html
  • adf – arbeitskreis digitale fotografie (Bildnachweis Fusszeile)
    http://www.adf.de/gallery2/main.php?g2_itemId=20103

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image: arbeitskreis digitale fotografie image: arbeitskreis digitale fotografie image: arbeitskreis digitale fotografie image: arbeitskreis digitale fotografie

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